Parasiten

Parasitenprophylaxe/Parasitenbehandlung

Parasiten können allergische Reaktionen bei Ihrem Tier auslösen, sie können auch andere Krankheitserreger übertragen und lösen zudem noch Juckreiz oder Haarausfall aus. Auch uns Menschen können sie infizieren und unsere eigene Gesundheit gefährden. Daher gilt besondere Aufmerksamkeit in Punkto Parasitenprophylaxe, wenn kleine Kinder oder aber ältere kranke Menschen in Ihrer Familie leben. Es gibt Endoparasiten, die im Inneren des Tieres leben, z. B. Würmer, und es gibt Ektoparasiten, diese leben auf dem Tier, z. B. Zecken oder Flöhe. Für beide Parasitenarten gibt es gute Prophylaxemöglichkeiten, die verhindern, dass Ihr Tier von Parasiten befallen wird.

Unterschiedliche Parasitentypen:

  • Ektoparasiten (Zecken, Flöhe und Milben)

  • Endoparasiten (Würmer, Giardien)

 

Zecken:

Zecken können Sie direkt mit bloßem Auge gut erkennen. Suchen Sie insbesondere in der Sommerzeit Ihren Hund täglich auf Zecken ab und entfernen Sie diese sofort. Zecken können Borrelien und Anaplasmen übertragen, sie sind daher nicht nur nicht nur für Hundewelpen gefährlich, sondern auch für erwachsene Hunde und Menschen. Zecken und auch Flöhe können prophylaktisch mit unterschiedlich wirkenden Medikamenten abgewehrt bzw. abgetötet werden.

Bandwürmer, Spulwürmer und Hakenwürmer:

Es gibt unterschiedliche Wurmarten (z. B. Spulwürmer, Bandwürmer oder Hakenwürmer, aber auch Lungenwürmer und Herzwürmer) diese nennt man Endoparasiten. Sie entwickeln sich im Gegensatz zu Ektoparasiten im Körperinneren. Erwachsene gesunde Hunde und Katzen besitzen ein starkes Immunsystem und können oft aus eigener Kraft Wurmbefall bekämpfen. Das Immunsystem bei Welpen, Jungtieren oder kranken Tieren ist oft nicht stabil genug, um Wurmbefall aus eigener Kraft zu bekämpfen. Sie können Ihrem Tier zu einem gesunden Immunsystem verhelfen, indem Sie darauf achten, dass der Darm gesund ist. Würmer haben es schwerer, sich in einem gesunden Darm anzusiedeln als in einem geschwächten. Anzeichen für Wurmbefall sind oft ein aufgeblähter Bauch, Gewichtsverlust, Durchfall (blutig oder schleimig) und stumpfes Fell.

 

Flöhe:

Flohbefall löst starken Juckreiz aus. Wenn Ihr Tier sich intensiv kratzt oder benagt, könnte dies ein erster Hinweis auf Flohbefall sein. Vielleicht sind auf den Liegeplätzen dunkle Krümel (Flohkot) zu finden oder sie lassen sich aus dem Fell mit einem speziellen Kamm herauskämmen. Verreiben Sie diese Krümel auf einem Stück nassem Papier, färben sie sich rot oder rotbraun. Da Flöhe Überträger von Bandwürmern sind, ist es ratsam nach der Behandlung des Flohbefalls auch eine Wurmkur zu machen bzw. den Kot auf Würmer untersuchen zu lassen.

 

Milben:

Auch Milben verursachen teilweise starken Juckreiz. Milben siedeln sich an unterschiedlichsten Körperstellen des Tieres an, je nach Milbenart bevorzugen sie bestimmte Körperstellen. Es gibt Haarbalgmilben (Demodex), Räudemilben (Sarkoptes), Ohrmilben (Otodectes), Herbstgrasmilben (Neotrombicula) oder Raubmilben (Cheyletiella).